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"Die Plassenburg"

Mit dieser neuen, von den "Freunden der Plassenburg" finanzierten Schriftenreihe wollte Fischer nicht nur nach 13 stummen Jahren die Vereinsveröffentlichungen fortsetzen, sondern darüber hinaus "in geschlossener Darstellung Ergebnisse der fränkischen Landesgeschichte, Volks- und Heimatforschung und gelegentlich Fragen der fränkischen Kulturpflege" erörtern und bei dieser Aufgabe der "Pflege der Werte der Geschichte und die Sorge für die Erhaltung unserer heimatlichen Volkskultur" oberste Priorität geben. Als Nebeneffekt des ehrgeizigen Projektes sollte die im Auftrag des Vereins herausgebebene Reihe jungen Forschern die Chance ermöglichen, sich einem breiterem Publikum zu präsentieren und erste oder weitere Sporen zu verdienen.

Ausnahmslos positiv war daher das Echo, als bereits am 13.September 1952 die von den "Freunden" finanzierten ersten beiden Bände (s. Vitrine) dem Publikum vorgestellt werden konnten. Beflügelt von der enthusiastischen Resonanz und dem Rückhalt des Vereins wurde die Buchreihe fortgesetzt, so dass bis 1966, als Georg Fischer aus gesundheitlichen Gründen als Herausgeber zurücktrat, insgesamt 25 Ausgaben erschienen waren. Dass die meisten dieser frühen Schriften heute restlos vergriffen sind, liegt teilweise an den anfangs noch geringen Auflagestärken, vor allem aber an der Tatsache, dass es sich meist um grundlegende Standartwerke handelte, die sich bald nicht nur in einheimischen Haushalten, sondern vor allem in den Universitätsbibliotheken Europas (Moskau!) wiederfanden. Die bekannte Schriftenreihe konnte auch über den Tod Fischers 1975 hinaus mit gleichbleibender Qualität bis in die Gegenwart erfolgreich fortgesetzt werden, so dass sich in fast jedem Kulmbacher Haushalt eine Ausgabe der "Plassenburg" befinden dürfte.


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